«Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.»
Dieses Zitat von Goethe zeigt auf, dass vermeintlich wahrgenommene Hindernisse nicht als solche gesehen werden sollten. Vielmehr dienen sie als Ideen oder Inspirationen, etwas Neues und Werthaltiges daraus zu machen.
Das Umfeld der IBB verändert sich stark und rasant. Die Fähigkeit, sich an neue Gegebenheiten anzupassen, wird immer wichtiger.
Obwohl 2025 die kriegerischen Auseinandersetzungen weiter zugenommen haben, prägten im Wesentlichen die gesetzlichen Anpassungen im Energieumfeld die Aktivitäten der IBB. Dies war namentlich die Umsetzung des Mantelerlasses und des kantonalen Energiegesetzes.
Der Druck auf die Energiepreise sank. Gleichzeitig kam die Frage auf, ob Fernwärme tatsächlich wirtschaftlich sei. An verschiedenen Orten in der Schweiz gab man entsprechende Projekte auf.
Die aktuelle Lage im Nahen Osten zeigt in kurzer Zeit zum zweiten Mal auf, wie schnell das aktuelle Energieumfeld, insbesondere die Preissituation, instabil werden kann.
Der Ansatz der IBB, im Bereich Wärme verstärkt auf regionale, erneuerbare Energieträger zu setzen, erweist sich als richtig. Infrastrukturprojekte wie der Bau von Fernwärmenetzen dauern lange, weshalb manchmal auch die Sinnhaftigkeit bei Veränderungen im Umfeld hinterfragt werden muss. Überreaktionen und eine kurzfristige Betrachtung sind dabei meist falsch und verfehlen das Ziel. Daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und solche Projekte für die Zukunft weiter zu optimieren, erachten wir hingegen als eine äusserst wichtige Aufgabe.
Die Dekarbonisierung kann die IBB dank dem Energiegesetz mit einem Energieproduktemix aus Strom, Fernwärme und Gas vorantreiben. In einer Transformation, wie sie die IBB umsetzt, wirkt ein diversifiziertes Produktportfolio stabilisierend. Mit weiteren strategischen Massnahmen arbeitet die IBB intensiv daran, die Resilienz fortwährend möglichst hochzuhalten.
Das Geschäftsjahr 2025 zeigt auf, dass die IBB fast überall gewachsen und der Ausbau der Fernwärme gut vorwärtsgekommen ist, aber auch weiter vorwärtskommen muss. Die Ausgewogenheit der Geschäftsfelder hat auch 2025 für stabile Verhältnisse gesorgt, und die Finanzierung der Rekordinvestitionssumme von über CHF 23 Mio. wurde fast ausschliesslich mit eigenen Mitteln realisiert.
Es ist immens wichtig, stets das Beste aus dem Umfeld herauszuholen und Unnützes von der IBB fernzuhalten. Unseren Mitarbeitenden gilt hier mein grosser Dank. Sie setzen sich täglich mit den sich ändernden Herausforderungen auseinander. Es ist ihr Einsatz, der die IBB stetig weiterentwickelt.
Eugen Pfiffner
CEO IBB Holding AG
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre
Die IBB-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 ein sehr erfreuliches Resultat.
Leistungs- und Strukturdaten (in Mio. CHF)
| Erfolgsrechnung | 2025 | 2024 |
| Betriebsertrag | 123.889 | 115.405 |
| Betriebsergebnis EBITDA | 17.502 | 14.505 |
| Abschreibungen | 5.797 | 5.245 |
| Jahresgewinn | 12.565 | 10.006 |
| Dividende* | 2.990 | 2.990 |
| Cashflow | 20.247 | 16.438 |
| * Antrag an die Generalversammlung | ||
| Bilanz | 2025 | 2024 |
| Bilanzsumme | 236.708 | 224.785 |
| - davon flüssige Mittel | 6.759 | 13.979 |
| - Anlagevermögen | 196.491 | 178.172 |
| Eigenkapital | 194.341 | 184.765 |
| in % der Bilanzsumme | 82.102 | 82.197 |
| Strukturdaten | 2025 | 2024 |
| Energieabsatz Strom kWh | 329'343'623 | 290'236'565 |
| Energieabsatz Gas kWh | 225'312'276 | 223'384'024 |
| Energieabsatz Wärme-Anlagen kWh | 18'216'000 | 16'180'000 |
| Wasserabsatz m3 | 1'947'439 | 1'509'547 |
| Mitarbeitende Anzahl FTE | 112 | 106 |
Das Geschäftsjahr 2025 war für die IBB von einem weiterhin anspruchsvollen, aber zugleich chancenreichen Umfeld geprägt. Die Energiebranche befindet sich unverändert in einem tiefgreifenden Wandel, hauptsächlich getrieben durch die Dekarbonisierung, steigende Anforderungen an die Versorgungssicherheit sowie sich verändernde regulatorische Rahmenbedingungen. In diesem Spannungsfeld hat sich die IBB erneut als verlässliche Partnerin ihrer Kundinnen und Kunden sowie der Region erwiesen.
Die Entwicklungen auf den Energiemärkten führten auch im Jahr 2025 aufgrund der geopolitischen Instabilität in bestimmten Regionen zu Herausforderungen hinsichtlich der Volatilität der Preise. Aber auch die Umsetzung der Verordnungen des Mantelerlasses sowie des neuen Aargauer Energiegesetzes beschäftigten die Mitarbeitenden der IBB stark.
Trotz dieser Veränderungen im Umfeld ist es der IBB gelungen, im abgelaufenen Geschäftsjahr ein sehr gutes operatives Ergebnis zu erzielen und so die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu sichern. Dies ist umso wichtiger, als die IBB 2025 für den Aus- und Umbau der Energiesysteme die Rekordsumme von CHF 23.3 Mio. investiert hat, was für die für die Langfristigkeit der Strategie und die hohe Kompetenz unserer Mitarbeitenden steht. Die Wahrung der Ertragskraft ist ein wichtiger Pfeiler für die hohen Investitionen, welche die Umstellung auf erneuerbare Energien im kommenden Jahrzehnt erfordern wird.
Die Umsetzung des IBB-Masterplans kam auch 2025 erfreulich voran. Der Wärmeverbund an der Sommerhaldenstrasse in Brugg versorgte über sein erstes ganzes Produktionsjahr die Kundinnen und Kunden zuverlässig mit Wärme. Die noch verfügbare Kapazität wird 2026 an weitere Interessierte abgegeben.
Der Bau der Energiezentrale Naturenergie Eigenamt mit ihren Versorgungsleitungen kam so weit voran, dass im Frühjahr 2026 die ersten Immobilien angeschlossen werden können. Auch die Energiezentralen auf dem Campus Reichhold und für das Zentrum Brugg sind terminlich sehr gut unterwegs, sodass in den kommenden Jahren die dortigen Fernwärmecluster ausgebaut werden können.
Im Stromnetz wurden letztes Jahr mehrere Ausbauetappen abgeschlossen. Mit dem Bau der zusätzlichen Schaltanlage im Unterwerk in Lupfig werden weitere Industriekunden sicher versorgt. Der Smart-Meter-Roll-out wurde 2025 weitestgehend vervollständigt.
Die Absatzzahlen zeigen wieder eine deutliche Steigerung im Strom um 13.5 % auf 329.3 GWh. Das Wachstum war sowohl bei der freien als auch bei der grundversorgten Kundschaft gross, wobei bei Letzterer zum einen der Zubau an Wärmepumpen und zum anderen die kühleren Temperaturen im Winter einen erheblichen Einfluss hatten. Diese Temperaturen führten dazu, dass sich die Konsolidierung im Gas auch 2025 fortsetzte. Über drei Viertel ihres Energieabsatzes erzielte die IBB im freien Markt.
Nach deutlichen Preissteigerungen in den Vorjahren konnten die Strompreise der IBB je nach Kundenkategorie um 5 % bis 6 % spürbar gesenkt werden. Im Landesvergleich lagen diese Preise bei Haushaltskunden um über 4 % und bei den Gewerbekunden sogar um über 8 % unter den Schweizer Medianwerten.
Das Geschäftsergebnis 2025 zeigt einen höheren Gesamtertrag von CHF 123.9 Mio. und einen höheren Jahresgewinn von CHF 12.6 Mio. Neben dem guten operativen Ergebnis trug auch ein sehr gutes Finanzergebnis dazu bei. Der Cashflow stieg auf CHF 20.2 Mio.
Aufgrund des vorliegenden Ergebnisses beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 23 %.
Neben den wirtschaftlichen und strategischen Themen steht für uns der Mensch im Mittelpunkt. Der Erfolg der IBB basiert wesentlich auf dem Engagement, der Fachkompetenz und der Innovationskraft unserer Mitarbeitenden, die auch im vergangenen Geschäftsjahr mit 461 Aus- und Weiterbildungstagen gefördert wurden. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Ebenso danke ich unseren Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen sowie unserem Aktionariat für seine Unterstützung.
Im Namen des Verwaltungsrats danke ich allen, die zum positiven Ergebnis des Geschäftsjahres 2025 beigetragen haben. Wir blicken mit Zuversicht auf das kommende Jahr und werden unseren eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen.
Martin Sacher
Präsident des Verwaltungsrats
2025 war für die IBB ein intensives, herausforderndes und doch sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Während in den vergangenen Jahren geopolitische Faktoren das Wirken der IBB massgeblich beeinflusst hatten, waren es im Jahr 2025 vor allem Anpassungen in der schweizerischen und der kantonalen Gesetzgebung.
Der Hauptfokus richtete sich 2025 auf die Weiterentwicklung der Kerngeschäfte. Unter den Prämissen der wirtschaftlichen Dekarbonisierung und der Attraktivität für Industrien hat die IBB 2025 vor allem den Ausbau der Fernwärme- und der Strominfrastruktur vorangetrieben. Weiter stand der Aufbau von Eigenverbrauchsprodukten im Umfeld von Photovoltaik und Speichern im Fokus.
Neue Projekte wie eine OT-Infrastruktur und ein Batteriespeicher-Projekt wurden gestartet. Die integrale Sicherheit wurde weiterentwickelt, was die Resilienz gegen Cyberangriffe stärkt. Mit der Umsetzung der Geschäfts- und Betriebsführungsmandate und den diesbezüglich ausgebauten Dienstleistungen wurden die strategischen Hauptstossrichtungen abgerundet.
Entwicklung des relevanten Umfelds
Die zahlreichen militärischen und wirtschaftlichen Konflikte weltweit hatten 2025 auf die IBB nur einen marginalen direkten Einfluss, indirekt über Industrieunternehmen, die unter dem amerikanischen Zollregime litten.
Dank gesunkener Inflation und attraktiver Kreditzinsen verbesserte sich das wirtschaftliche Umfeld in den für die IBB relevanten Industrien. Gesunkene Hypothekarzinsen und stabile Preise bei reduziertem Margendruck entlasteten auch viele Endkunden.
Die Nachfrage nach Netzleistung für Rechenzentren oder Batteriespeicher stieg gewaltig an mit Diskussionen rund um eine bis zu zehnfach höhere Netzleistung – Dimensionen, die frühestens in zehn Jahren realisierbar sind.
Auf Bundesebene sind für die IBB insbesondere das Klima- und Innovationsgesetz (KIG) sowie das CO₂-Gesetz relevant. Sie definieren das Netto-Null-Ziel bis 2050 und die Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Diskutiert werden unter anderem der Ersatz bestehender Lenkungsabgaben durch ein Emissionshandelssystem sowie Anpassungen bei Förderprogrammen – alles Steuerelemente, über die die IBB fortlaufend informiert sein muss, um erfolgreich handeln zu können.
Im Dezember 2025 wurde die zweite Vernehmlassung zum Gasversorgungsgesetz abgeschlossen. Ziele sind eine stärkere Versorgungssicherheit sowie klare Regeln für Marktzugang, Wettbewerb und die Transformation der Gasversorgung zu erneuerbaren Gasen. Der Entwurf wird aus verschiedenen Gründen kritisiert und von der Gasbranche abgelehnt.
Die Umsetzung des vom Volk angenommenen Mantelerlasses erfolgte schrittweise. Seit Anfang 2025 gelten neue Vorgaben für Energiebeschaffung, Mindestanteile erneuerbarer Energie in der Grundversorgung, neue Regeln für Photovoltaik und Netzausbau sowie Energieeffizienzziele für Versorger. Die Vorbereitung der nächsten Umsetzungsschritte beschäftigte die IBB im gesamten Geschäftsjahr – von neuen Rückvergütungsregeln für Strom aus Photovoltaik bis zum Betrieb von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG).
Das neue Energiegesetz des Kantons Aargau verbindet die Klimaziele des Kantons mit jenen des Bundes. Es enthält pragmatische Lösungen für den Heizungsersatz. Für die IBB besonders wichtig ist die Versorgerlösung, mit der Stadtwerke über standardisierte Biogasprodukte die gesetzlichen Anforderungen erfüllen können. Die Vereinbarungen mit dem Kanton gelten bis 2040.
Ertragslage und Aufwand
Der Gesamtertrag erhöhte sich 2025 um CHF 8.5 Mio. auf CHF 123.9 Mio. (+7.4 %).
Der Handelsertrag stieg trotz tieferer Strompreise dank höherer Absätze in Strom, Gas und Fernwärme leicht auf CHF 89.4 Mio. (+1.0 %). Der Gesamtenergieabsatz erhöhte sich im Netz um 5.0 % und im Handelsgeschäft um 8.2 %. Der Anteil nicht fossiler Energieträger nahm weiter zu. Die Aufwände für Energiebeschaffung und für vorgelagerte Netze sanken um CHF 2.5 Mio. auf CHF 59.8 Mio. (–3.9 %). Das Problem mit erhöhten Kosten für Ausgleichsenergie wurde deutlich reduziert. Somit verbesserte sich die Handelsmarge um über CHF 3.3 Mio.
Die Erträge aus Netzdienstleistungen für Dritte sowie aus Investitionsleistungen stiegen deutlich um CHF 7.8 Mio. auf CHF 34.2 Mio. (+29.5 %).
Als Folge erhöhte sich das EBITDA um CHF 3.0 Mio. auf CHF 17.5 Mio., was einem sehr guten Wert vergangener Jahre entspricht.
Bei einem gegenüber 2024 nahezu unveränderten Finanzergebnis und um rund 10 % höheren, jedoch weniger stark als erwartet gestiegenen Abschreibungen resultiert ein Reingewinn von CHF 12.6 Mio. (+25.6 %).
Die Bilanzsumme erhöhte sich 2025 um CHF 11.9 Mio. auf CHF 236.7 Mio. Das Eigenkapital stieg um über CHF 9.6 Mio. auf CHF 194.3 Mio., das Fremdkapital um CHF 2.3 Mio. auf CHF 42.4 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt damit fast unverändert bei 82.1 %. Bei den Aktiven legte erwartungsgemäss das Anlagevermögen um über CHF 18.3 Mio. auf CHF 196.5 Mio. zu. Die Wertschriften legten in der Bilanz leicht um CHF 0.9 Mio. auf CHF 43.2 Mio. zu.
Der Cashflow stieg auf CHF 20.2 Mio. Die Investitionen erreichten mit CHF 23.3 Mio. einen neuen Rekordwert und wurden teilweise durch den Abbau der flüssigen Mittel finanziert. Die Umsatzrendite beträgt 10.1 % (Vorjahr: 8.7 %), die Eigenkapitalrendite 6.5 % (Vorjahr: 5.4 %).
Die IBB erreichte 2025 ein aussergewöhnlich starkes Ergebnis. Sowohl die operative Leistung als auch das Finanzergebnis entwickelten sich sehr positiv.
Investitionen
2025 hat die IBB die Rekordsumme von CHF 23.274 Mio. in ihre Infrastruktur investiert.
In der IBB Energie AG entfielen von den Investitionen in der Höhe von CHF 17.0 Mio. rund 80 % auf den Ausbau der Fernwärme. Weitere Mittel flossen in das neue Betriebsgebäude sowie in die Planung des Erweiterungsbaus. Die Investitionen in die Strominfrastruktur wurden vor allem durch den Ausbau der Fernwärme, neue Rechenzentren sowie den Smart-Meter-Roll-out geprägt.
Im Bereich Wasser wurden mehrere Leitungsteile ersetzt. Aufwendiger als geplant erwies sich die Sanierung des Reservoirs Galgenhübel, bei der zusätzliche bauliche und technische Mängel behoben werden mussten.
Tätigkeitsbericht
Strom
Der Stromabsatz stieg 2025 um 39.1 GWh (+13.5 %) auf 329.3 GWh. Der Absatz an Marktkunden stieg dabei um 15.4 %, während er bei der Grundversorgung um 8.2 % zunahm.
Der Anstieg bei den grundversorgten Kundinnen und Kunden ist teilweise auf den Smart-Meter-Roll-out zurückzuführen. Da diese Zähler exakt zum Jahresende ausgelesen werden, verlängerte sich das Abrechnungsjahr für einen Teil der Kundschaft technisch um einige Tage und führte einmalig zu einem höheren ausgewiesenen Verbrauch. Zusätzlich trugen kühlere Temperaturen, mehr Wärmepumpen und zusätzliche Ladeinfrastruktur zum Anstieg bei.
Der Absatz im freien Markt machte mit 241.0 GWh 73.2 % des Gesamtabsatzes aus. Haupttreiber waren grössere Abnahmen von bestehenden Industriekunden sowie zusätzliche Marktkunden in der ganzen Schweiz.
Das Preisniveau der IBB lag bei Haushaltskunden 4.2 % und bei Gewerbekunden 8.5 % unter dem Schweizer Median.
Im Netz stieg der Absatz im Versorgungsgebiet um 6.1 % auf 240.7 GWh und die gesamte abgegebene Leistung um 2.5 % auf 409.6 MW.
2025 kam es wieder nur zu zwei ungeplanten Störungen. Beim Qualitätsindikator SAIDI (durchschnittliche Versorgungsunterbrechung pro angeschlossenem Endverbraucher pro Jahr) erreichte die IBB mit 8.1 Minuten einen sehr guten Wert (Schweizer Median: 15 Minuten).
Im Geschäftsjahr 2025 war die Strombeschaffung weiterhin von strukturellen Veränderungen und erhöhter kurzfristiger Volatilität geprägt.
Die Anzahl installierter Photovoltaikanlagen stieg auf 837, mit starkem Rückgang beim Zubau neuer Anlagen im zweiten Halbjahr. Batteriespeicher (+75.8 %) und E-Ladestationen (+66.4 %) nahmen deutlich zu. Die Anzahl Wärmepumpen wuchs moderat (+6.8 %).
Erdgas/Biogas
Der Handelsabsatz stieg 2025 um 1.9 GWh (+0.9 %) auf 225.3 GWh. Hauptgrund waren höhere Absätze bei Privatkunden, bedingt durch eine um 8.5 % höhere Zahl an Heizgradtagen als im Vorjahr.
Der Netzabsatz lag mit 233.2 GWh um 7.9 GWh über dem Handelsabsatz. Die grösste drittbelieferte Kundin wird 2026 ans Fernwärmenetz angeschlossen.
Die IBB musste die Gaspreise zu Beginn des Jahres leicht erhöhen, hielt sie aber übers Jahr hinweg konstant.
Die Biogasproduktion blieb mit 4.4 GWh stabil, der Anteil erhöhte sich von 15.0 % auf 16.5 %.
Die Gasbeschaffung erfolgte über die EnergiNova AG, an der die IBB zusammen mit 18 anderen Gasversorgern beteiligt ist. Das Gas stammte hauptsächlich aus Flüssiggas aus den USA sowie Pipelinegas aus Aserbaidschan, Norwegen und Nordafrika.
Fernwärme/-kälte, Contracting-Anlagen
2025 betrieb die IBB 12 Contracting- und Fernwärme-Anlagen. Der Wärmeverbund Sommerhalde erreichte in seinem ersten kompletten Betriebsjahr einen Wärmeabsatz von 3.13 GWh, was über 65 % des geplanten Absatzvolumens entspricht. Alle Wärmeanlagen der IBB lieferten bei einer Systemleistung von 10.4 MW insgesamt 18.216 GWh Energie (+12.6 %).
Fünf weitere Projekte befanden sich 2025 in der Umsetzungsphase: Naturenergie Eigenamt, das Projekt Zentrum Brugg (Wärme und Kälte), die Energiezentrale auf dem Rüetschi-Areal in Brugg, der Fernwärmeanschluss Industrie Lupfig sowie die Energiezentrale Campus Reichhold.
Das Wasserstoffprojekt mit der Axpo musste im Sommer aufgrund des Rückzugs der Postauto AG aufgegeben werden.
Wasser
Der Wasserbezug stieg deutlich an. In Brugg wurden 1.011 Mio. m3 und in Schinznach-Bad 0.175 Mio. m3 geliefert. Auch die Lieferungen an Dritte stiegen um satte 64.5 % auf 0.546 Mio. m3 an. Die Wasserförderung stieg um 11.6 % auf 2.138 Mio. m3.
Die Wasserqualität wurde 2025 regelmässig geprüft. Die Nitratwerte bleiben seit Jahren konstant innerhalb der Grenzwerte. PFAS und Metolachlor blieben unauffällig. Der Chlorothalonilwert verbesserte sich weiter und hält die Grenzwerte im Grundwasserpumpwerk Badschachen wieder vollständig ein. Die Massnahmen hat der Kanton als sinnvoll eingestuft. Das Wasser aus den beiden Pumpwerken erreichte Mineralwasserqualität.
Telekommunikation (ComNet)
Die Anzahl ComNet-Anschlüsse ging im vergangenen Geschäftsjahr um 2 auf 3’239 zurück. Diese Stagnation ist nach den Verlusten der letzten Jahre bemerkenswert.
Das Telekommunikations-Projekt zur Nutzung von FTTH (Fiber To The Home) für IBB-Infrastrukturen, Grosskunden sowie Endkundinnen und -kunden im Hauptgebiet Birrfeld, Hausen, Windisch und Brugg kam nur langsam voran. Eine attraktive Wirtschaftlichkeit muss noch nachgewiesen werden.
Dienstleistungen
Die Anzahl Eigenverbrauchsgemeinschaften (VNB-Modell der IBB) mit Mess- und Verrechnungsdienstleistungen stieg 2025 weiter von 57 auf 86. Das Modell bleibt damit attraktiver als das ZEV-Modell (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch), das im Versorgungsgebiet von 21 Kundinnen und Kunden genutzt wird. Zusätzlich betreute die IBB drei ZEV-Liegenschaften ausserhalb des eigenen Netzgebiets.
Mit der Einführung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) ab 2026 erweitert die IBB ihr Angebot im Bereich Eigenverbrauch. Für dieses Geschäftsfeld wurde ein zusätzlicher Verkäufer eingestellt.
Der Absatz für die insgesamt 128 Ladestationen (2024: 92) hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 200’285 kWh zwar erneut mehr als verdoppelt, bleibt aber weiterhin auf tiefem Niveau.
Die Dienstleistung Energiedatenmanagement (EDM) wurde 2025 bei mehreren Mandanten erfolgreich eingeführt bzw. ausgebaut.
Ein neues Kundenportal wurde für die Umsetzung bei der IBB und bei Drittkunden evaluiert, und erste Umsetzungen wurden gestartet.
Betriebsführungsmandate
2025 nahm die IBB in neun Gemeinden Betriebsführungs- oder Betriebsunterstützungsmandate wahr. Ende 2025 wurde mit der Fusion von Brugg und Villnachern die dortige Wasserversorgung in die IBB integriert. Damit werden ab 2026 noch acht Werke durch die IBB betreut, je vier für Strom und Wasser.
Die IBB ist für die Betriebsführung der ARA Wasserschloss und der ARA Umiken verantwortlich. Beide Werke laufen technisch und wirtschaftlich innerhalb der Vorgaben.
Beteiligungen
Die EnergiNova AG steigerte ihren Absatz um 3 % auf 2.626 TWh Erdgas und erhöhte den Gewinn auf CHF 3.063 Mio. Die Dividende wurde von 9 % auf 4 % reduziert. Die Differenz wird jährlich für die Ablösung eines Darlehens verwendet.
Für die Firma e-sy AG war 2025 wieder ein erfolgreiches Jahr. Die Mitgliederzahl stieg um 10 auf 60 und die Anzahl auszuwertender Zähler auf nahezu 260’000. Zum zweiten Mal in Folge wurde ein Reingewinn von über CHF 500’000 erzielt, womit das Fremdkapital weiter reduziert wurde.
Die Swisspower Green Gas AG wird aufgelöst, da die Gasbezüge der beteiligten Werke deutlich zurückgegangen sind. Die Swisspower-Werke übernehmen die Gesellschaft.
Innovationen und Projekte
Smart-Meter-Roll-out
2025 installierte die IBB 5’216 Smart Meter und damit gut ein Drittel aller Geräte im eigenen Versorgungsgebiet. Der Anteil intelligenter Messsysteme stieg auf 96.7 % und übertraf damit die Vorgabe des Bundes von 80 % deutlich. Um den Anteil ständig erreichbarer Smart Meter zu erhöhen, hat die IBB verschiedene Massnahmen eingeleitet.
In drei der betreuten Werke erreichte die IBB eine Abdeckung mit Smart Metern von über 97 %. In Gebenstorf ist dies für 2026 geplant.
Dank der hohen Abdeckung sind für 2027 neue Tarifmodelle wie dynamische Tarife sowie quartalsscharfe Rechnungen realisierbar.
IBB-OT-WAN (Operational Technology Wide Area Network)
Die IBB startete 2025 den Aufbau einer OT-WAN-Netzwerkinfrastruktur mit Fokus auf Sicherheit, Redundanz und betriebliche Zuverlässigkeit. Damit baut die IBB ein Kommunikationsnetzwerk für ihre gesamte Versorgungsinfrastruktur, um sich vor Cyberangriffen optimal zu schützen.
Batteriespeicher Strom (BESS)
Die IBB startete 2025 das Projekt Batteriespeicher Strom und arbeitet dazu mit ausgewiesenen Fachpersonen zusammen. Die Ausschreibung für einen Systemlieferanten eines BESS wurde gemeinsam mit einem externen Partner lanciert. Den Zuschlag erhielt die Axpo AG. Die Umsetzung des Projekts ist für 2026 vorgesehen.
Risikobericht
Die IBB führte 2025 ihr Risikomanagement und das interne Kontrollsystem (IKS) durch und überprüfte die Massnahmen für das folgende Geschäftsjahr. Die Revisionsgesellschaft bestätigte die Existenz und die Wirksamkeit des IKS. Die Kontrollen wurden als angemessen beurteilt.
In das Risikomanagement wurden neue Risiken aufgenommen und Massnahmen beschlossen. Als grösste Risiken gelten weiterhin regulatorische Vorgaben von Bund und Kanton sowie deren Umsetzung. Intern wurde insbesondere der Sicherstellung von Fachwissen und Personalentwicklung hohe Bedeutung beigemessen.
Im Rahmen des Audits ISO 27001 wurden die Risiken zur Informationssicherheit beurteilt. Festgestellte Abweichungen wurden korrigiert. Beim Assessment des IKT-Minimalstandards des Bundes zur Beurteilung der Cybersicherheit erreichte die IBB einen hohen Reifegrad. Der IT-Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Sicherheitsinfrastruktur sowie der Stärkung des Sicherheitsbewusstseins der Mitarbeitenden.
Das Rezertifizierungsaudit ISO 9001 und das Aufrechterhaltungsaudit ISO 27001 hat die IBB bestanden.
Personal
Die IBB ist mit einem Personalbestand von 112 Mitarbeitenden in das Jahr 2025 gestartet. Ende Jahr beschäftigte sie 119 Mitarbeitende, davon sechs Lernende. Die Zunahme des Mitarbeiterbestands ist vor allem auf den Ausbau der Fernwärme zurückzuführen. Mit acht Austritten liegt die Fluktuationsrate etwas tiefer als im Vorjahr.
2025 feierte die IBB 21 Dienstjubiläen. Der dienstälteste Mitarbeiter ist bereits seit 39 Jahren dabei.
Insgesamt wurden 461 Aus- und Weiterbildungstage absolviert. Es ist und bleibt das Bestreben der IBB, ihre Mitarbeitenden mit dem notwendigen Know-how auszustatten, um komplexe und neue Aufgaben kompetent zu erledigen.
An der Aargauischen Berufsschau in Wettingen hat die IBB im September das Berufsbild des Netzelektrikers bzw. der Netzelektrikerin vorgestellt und präsentierte sich als attraktiver Lehrbetrieb.
Mit der Einführung eines digitalen Prozesses im Bereich der Mitarbeiterbeurteilung sowie eines neuen Bewerbungsmanagementtools machte die IBB 2025 einen weiteren Schritt in der Digitalisierung und optimierte so die Effizienz der HR-Prozesse.
In Zusammenarbeit mit der Suva führte die IBB zwei Workshops zu Stressmanagement und Unfallverhütung für ihre Mitarbeitenden durch.
Die Analyse zur Lohngleichheit von Männern und Frauen zeigte keine Auffälligkeiten: Die Löhne von Frauen und Männern sind für vergleichbare Jobs bei der IBB gleich hoch.
Das Vorprojekt für die Erweiterung des Betriebsgebäudes wurde Anfang 2026 abgeschlossen. Das Delfosse-Gebäude wurde 2025 zur vorübergehenden Nutzung gekauft und der Umbau von der Stadt Brugg bewilligt.
Regionales Engagement
Die IBB engagierte sich auch 2025 wieder vielfältig für Vereine, Veranstaltungen und die regionale Vernetzung.
Im Zentrum stand die sechste Ausgabe der Gönnerplattform «iBBooster – Wo Vereine Franken finden». In überarbeiteter Form und auf einer neuen Plattform wurden 57 Vereinsprojekte aus der Region eingereicht und durch eine Fachjury bewertet.
Der persönliche Austausch wurde unter anderem mit einem «Energieznüni» für Mitarbeitende der lokalen Installationsfirmen gepflegt. Ein Highlight bildete die Gewerbeausstellung Expo Brugg-Windisch 2025, an der die IBB mit einem grossen Stand vertreten war.
Die IBB unterstützte erneut das Schupfart Festival und engagierte sich beim slowUp Brugg. Darüber hinaus förderte sie weiterhin zahlreiche Vereine und Institutionen in der Region.
Mit Blick nach vorn setzte die IBB im Jahr 2025 bereits erste wichtige Meilensteine für das geplante Stadtfest Brugg 2026.
Zukunftsaussichten
Die IBB konzentriert sich weiterhin auf ihr Kerngeschäft und verfolgt den Masterplan Energie als Grundlage für den Umbau der Energieversorgung. Der Ausbau der Fernwärme bleibt dabei ein zentrales strategisches Element. Angesichts der weltpolitischen Lage gewinnt der Trend zu mehr Regionalität in der Energieerzeugung und damit zu mehr Unabhängigkeit zusätzlich an Bedeutung. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sich auch die übrigen Geschäftsfelder neben der Fernwärme weiterentwickeln, um eine ausgewogene und stabile Unternehmensstruktur zu gewährleisten.
Die steigenden Anforderungen an Energieversorgung und Digitalisierung verlangen viel von den Mitarbeitenden. Entscheidend bleibt daher, Wissen und Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit im Unternehmen zu stärken.
| Konsolidierte Bilanz per 31. Dezember in CHF | 2025 | 2024 |
| Umlaufvermögen | ||
| Flüssige Mittel | 6'759'161 | 13'978'903 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| - gegenüber Dritten | 30'029'186 | 27'698'656 |
| - abzüglich Delkredere | -1'859'300 | -1'699'900 |
| - gegenüber Stadt Brugg | 752'218 | 1'134'713 |
| Kurzfristige Darlehen gegenüber Dritten | 25'441 | 31'694 |
| Übrige Forderungen gegenüber Dritten | 2'378'493 | 3'032'897 |
| Warenvorräte | 218'219 | 3 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 1'912'790 | 2'436'135 |
| Total Umlaufvermögen | 40'216'209 | 46'613'101 |
| Anlagevermögen | ||
| Finanzanlagen | ||
| - Wertschriften | 43'229'633 | 42'335'272 |
| - Wertschwankungsreserven | -5'645'863 | -5'645'863 |
| - Beteiligungen | 28'508'209 | 28'543'209 |
| Langfristige Darlehen gegenüber Dritten | 263'500 | 280'295 |
| Sachanlagen | ||
| - Mobilien, Einrichtungen, Fahrzeuge | 2'090'370 | 1'789'627 |
| - Unvollendete Investitionen | 42'857'263 | 29'500'735 |
| - Produktions- und Verteilanlagen | 70'786'450 | 69'294'632 |
| - Geschäfts- und Wohnliegenschaften | 14'401'765 | 12'073'828 |
| Total Anlagevermögen | 196'491'327 | 178'171'735 |
| TOTAL AKTIVEN | 236'707'536 | 224'784'836 |
| Konsolidierte Bilanz per 31. Dezember in CHF | 2025 | 2024 |
| Fremdkapital | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| - gegenüber Dritten | 11'577'323 | 15'231'829 |
| - gegenüber Stadt Brugg | 59'095 | 2'310 |
| Kurzfristig verzinsliche Verbindlichkeiten | 7'300'000 | 5'000'000 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 648'005 | 373'512 |
| Passive Rechnungsabgrenzungen | 4'404'517 | 2'918'515 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 23'988'941 | 23'526'166 |
| Rückstellungen | ||
| - Steuerrückstellungen | 1'010'823 | 1'451'707 |
| - Übrige Geschäftsrisiken | 17'366'874 | 15'041'524 |
| Langfristiges Fremdkapital | 18'377'697 | 16'493'232 |
| Total Fremdkapital | 42'366'639 | 40'019'397 |
| Eigenkapital | ||
| Aktienkapital | 13'000'000 | 13'000'000 |
| Reserven aus Kapitaleinlagen | 25'432'594 | 25'432'594 |
| Gewinnreserven | 143'342'846 | 136'326'489 |
| Jahresgewinn | 12'565'457 | 10'006'356 |
| Total Eigenkapital | 194'340'898 | 184'765'439 |
| TOTAL PASSIVEN | 236'707'536 | 224'784'836 |
| Konsolidierte Erfolgsrechnung in CHF | 2025 | 2024 |
| Ertrag | ||
| Handelsertrag | 89'446'208 | 88'567'026 |
| Netzunterhalt und Dienstleistungen für Dritte | 14'039'345 | 12'282'171 |
| Investitionsleistungen | 20'188'107 | 14'156'335 |
| Sonstige Erträge | 215'492 | 399'663 |
| Betriebsertrag | 123'889'152 | 115'405'194 |
| Aufwand | ||
| Energiebeschaffung, Netznutzung vorgelagert, Einkauf Signale | -59'761'198 | -62'212'213 |
| Material- und Dienstleistungsaufwand | -27'935'645 | -21'544'269 |
| Personalaufwand | -14'783'197 | -14'002'820 |
| Übriger Betriebsaufwand | -925'780 | -970'453 |
| Verwaltungsaufwand | -2'981'576 | -2'170'598 |
| Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 17'501'756 | 14'504'841 |
| Abschreibungen & Wertberichtigungen | -5'797'115 | -5'244'647 |
| Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 11'704'641 | 9'260'194 |
| Finanzertrag | 2'971'748 | 3'223'978 |
| Finanzaufwand | -1'098'812 | -437'812 |
| Ausserordentlicher Ertrag | 904'758 | 1'071'871 |
| Ausserordentlicher Aufwand | -161'624 | -1'079'518 |
| Unternehmensergebnis vor Steuern (EBT) | 14'320'711 | 12'038'713 |
| Steueraufwand | -1'755'254 | -2'032'356 |
| JAHRESGEWINN | 12'565'457 | 10'006'357 |
| Konsolidierte Geldflussrechnung in CHF | 2025 | 2024 |
| Cash Flow | ||
| Jahresgewinn | 12'565'457 | 10'006'356 |
| Abschreibungen | 5'797'115 | 5'244'647 |
| Auflösung (-) / Bildung (+) Rückstellungen | 1'884'466 | 1'186'510 |
| Nicht liquiditätswirksame Vorgänge | - | 92 |
| Total Cash Flow | 20'247'038 | 16'437'606 |
| Nettoumlaufvermögen | ||
| Mittelverwendung/-beschaffung im Nettoumlaufvermögen | -3'312'610 | 1'724'957 |
| Total Veränderung Nettoumlaufvermögen | -3'312'610 | 1'724'957 |
| Investitionen | ||
| Investitionen Produktions- und Sachanlagen Betriebsgesellschaft | -17'005'233 | -8'478'626 |
| Investitionen Netzanlagen Strom | -4'127'588 | -3'995'897 |
| Investitionen Netzanlagen Erdgas | -353'816 | -284'869 |
| Investitionen Netzanlagen Wasser | -1'641'431 | -1'633'407 |
| Investitionen Netzanlagen ComNet | -291'009 | -363'619 |
| Devestitionen / Investitionen übrige Sachanlagen | 144'937 | - |
| Total Investitionen | -23'274'140 | -14'756'418 |
| Finanzbereich | ||
| Dividende | -2'990'000 | -2'990'000 |
| Wertschriften Verkauf (+) / Kauf (-) | -894'361 | 13'703'136 |
| Darlehen von Dritten | 2'300'000 | -5'000'000 |
| Darlehen an Dritte | 669'331 | -642'744 |
| Veränderung Beteiligungen | 35'000 | - |
| Total Finanzierungen | -880'030 | 5'070'392 |
| Veränderung flüssige Mittel | -7'219'742 | 8'476'536 |
| Stand Flüssige Mittel per 01.01. | 13'978'903 | 5'502'367 |
| Stand Flüssige Mittel per 31.12. | 6'759'161 | 13'978'903 |
1. Allgemeine Angaben zur Jahresrechnung
Die Jahresrechnung 2025 wurde nach den Bestimmungen des Schweizerischen Rechnungslegungsrechts (32. Titel des Obligationenrechts) erstellt. Die Zahlen sind auf ganze Franken gerundet, was zu Rundungsdifferenzen führen kann.
1.1 Angewandte Grundsätze
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen kurzfristigen Forderungen werden zu Nominalwerten ausgewiesen, abzüglich Einzelwertberichtigungen. Auf dem Restbestand werden steuerliche Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.
Wertschriften und Finanzanlagen
Kurzfristig gehaltene Wertschriften sind zum Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet und im Umlaufvermögen bilanziert. Die Finanzanlagen im Anlagevermögen sind höchstens zu Anschaffungskosten bilanziert. Für allfällige Werteinbussen wird eine angemessene Wertschwankungsreserve gebildet.
Vorräte
Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten erfasst. Liegt der Nettoveräusserungswert am Bilanzstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellkosten, wird dieser Wert bilanziert. Des Weiteren wird eine steuerliche Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die Anschaffungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts ermittelt, die Herstellungskosten aufgrund von Standardvollkosten.
Anlagevermögen
Die Sachanlagen werden mit Ausnahme der Grundstücke linear abgeschrieben.
1.2 Konsolidierungsgrundsätze
Bewertungsgrundsatz und Konzernstichtag
Die Konsolidierung erfolgte zu Buchwerten auf Basis der Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechts. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Stichtag der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der angelsächsischen Methode. Gemäss dieser Methode wird der Beteiligungsbuchwert gegen das im Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs ausgewiesene Eigenkapital eliminiert. Eine sich daraus ergebende negative Kapitalaufrechnungsdifferenz wird mit den Gewinnreserven verrechnet.
Eliminierung
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden gegenseitig verrechnet und erscheinen nicht in der Konzernrechnung.
| 1.3 Konsolidierungskreis | in CHF | |
| 2025 | 2024 | |
| IBB Energie AG | ||
| Aktienkapital | 1'000'000 | 1'000'000 |
| Beteiligungsquote | 100% | 100% |
| IBB Strom AG | ||
| Aktienkapital | 4'000'000 | 4'000'000 |
| Beteiligungsquote | 100% | 100% |
| IBB Erdgas AG | ||
| Aktienkapital | 3'500'000 | 3'500'000 |
| Beteiligungsquote | 100% | 100% |
| IBB Wasser AG | ||
| Aktienkapital | 1'800'000 | 1'800'000 |
| Beteiligungsquote | 100% | 100% |
| IBB ComNet AG | ||
| Aktienkapital | 200'000 | 200'000 |
| Beteiligungsquote | 100% | 100% |
| 1.4 Nettoauflösung stiller Reserven | in CHF | |
| 2025 | 2024 | |
| Nettoauflösungen | 331'860 | 311'002 |
2 Weitere Angaben, die nicht aus der Bilanz und der Erfolgsrechnung ersichtlich sind
2.1 Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt
Die Anzahl der Vollzeitstellen hat im Jahresdurchschnitt (gilt auch für das Vorjahr) die Schwelle von 250 nicht erreicht.
| 2.2 Beteiligungen | in CHF | |
| 2025 | 2024 | |
| Alpiq Holding AG | ||
| Aktienkapital | 331'104 | 331'104 |
| Beteiligungsquote | 1.12% | 1.12% |
| Energie Unterbözberg AG | ||
| Aktienkapital | 300'000 | 300'000 |
| Beteiligungsquote | 50% | 50% |
| Kleinwasserkraftwerk Obere Mühle Lengnau AG | ||
| Aktienkapital | 100'000 | 100'000 |
| Beteiligungsquote | 50% | 50% |
| Swisspower Green Gas | ||
| Aktienkapital | 275'000 | 275'000 |
| Beteiligungsquote | 9.1% | 9.1% |
| EnergiNova AG | ||
| Aktienkapital | 26'293'000 | 26'293'000 |
| Beteiligungsquote | 8.5% | 8.5% |
| e-sy AG | ||
| Aktienkapital | 495'530 | 471'280 |
| Beteiligungsquote | 8.0% | 8.4% |
2020 hat die IBB Holding AG 370‘987 Alpiq-Aktien zu je CHF 70 erworben. Dies entspricht einer Beteiligung von 1.12 %.
Die Beteiligungen an der Energie Unterbözberg AG und der Kleinwasserkraftwerk Obere Mühle Lengnau AG werden aus Wesentlichkeitsgründen zum Anschaffungswert bilanziert und nicht konsolidiert.
Die EnergiNova AG (Umfirmierung 2024 von Erdgas Regio AG) ist ein Zusammenschluss der von der Erdgas Zürich Transport AG belieferten 19 Gasversorgungen mit dem Zweck der gemeinsamen Beschaffung von Erdgas und der Sicherstellung des regionalen Transports.
Die EnergiNova AG ist am Aktienkapital der Erdgas Zürich Transport AG (CHF 60 Mio.) mit insgesamt 44 % (CHF 26.4 Mio.) beteiligt. Die Beteiligung der IBB Holding AG am Aktienkapital der EnergiNova AG beträgt 8.50 % (CHF 2.23 Mio.).
2.3 Ausserordentliche, einmalige oder periodenfremde Positionen
Der ausserordentliche, einmalige oder periodenfremde Ertrag 2025 entstand durch die anteilsmässige Rückzahlung des Ertrages aus der Transporttätigkeit EGO sowie der Auflösung von Steuerrückstellung aus den Vorjahren.
Der ausserordentliche, einmalige oder periodenfremde Ertrag 2024 entstand durch die anteilsmässige Rückzahlung des Ertrages aus der Transporttätigkeit EGO sowie der Auflösung von Steuerrückstellung aus den Vorjahren.
Der ausserordentliche, einmalige oder periodenfremde Aufwand 2025 entstand durch den Abbau von nicht vollständig abgeschriebener Anlagen sowie der Wertberichtigung der Beteiligungen an Swisspower Green Gas.
Der ausserordentliche, einmalige oder periodenfremde Aufwand 2024 entstand durch Anpassungen der Steuerrückstellungen aus den Vorjahren und der Bildung von Rückstellungen.
2.4 Gesamtbetrag der zur Sicherung eigener Verbindlichkeiten verwendeten Aktiven
Es besteht ein Rahmenkreditvertrag mit der UBS Switzerland AG mit einer Kreditlimite von CHF 25 Mio. (Vorjahr CHF 15 Mio.). Von dieser Kreditlimite sind per Bilanzstichtag CHF 7 Mio. (Vorjahr CHF 5 Mio.) beansprucht.
3 Ergänzende Angaben für grössere Unternehmen
| 3.1 Fälligkeit langfristiger Verbindlichkeiten | in CHF | |
| 2025 | 2024 | |
| fällig innerhalb von 1 bis 5 Jahren | - | - |
| fällig nach 5 Jahren | - | - |
| Total langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | - | - |
| 3.2 Honorar Revisionsstelle | in CHF | |
| 2025 | 2024 | |
| Revisionsdienstleistungen | 43'432 | 41'284 |
4 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Verwaltungsrat der Swisspower AG hat an der Sitzung vom 19. Februar 2026 beschlossen, die Swisspower Green Gas per 25. März 2026 zum Nominalwert zu übernehmen. Dieses Ereignis betrifft das Geschäftsjahr 2026 und hat auf die Jahresrechnung der IBB Holding AG per 31. Dezember 2025 keine bilanziellen Auswirkungen.